Schulseelsorge

‚Gott erhält die Kirche durch Schulen, …‘

so beginnt ein Zitat aus Luthers Tischreden, und es macht deutlich, dass die Reformation in erster Linie als Bildungsbewegung verstanden werden muss. Luther wollte, dass jeder Mensch die Bibel selbstständig lesen und verstehen kann, damit er in der Freiheit seines Gewissens und in Verantwortung vor Gott das Leben und die Welt gestalten möge.

Diesem kirchlichen Bildungsauftrag kommt der Evangelische Gemeindeverband auch dadurch  nach, dass er eine Schulpfarrstelle an Koblenzer Schulen unterhält. Pfarrerin Ruth Stein unterrichtet hauptamtlich evangelische Religionslehre am Eichendorff-Gymnasium.

Zu ihren Aufgaben gehören neben der Erteilung von Religionsunterricht in den Jg. 5-13 z.B.:

  • seelsorgerliche Begleitung und Beratung sowie Vermittlung weiterer Beratungsangebote
  • Gestaltung von Gottesdiensten und spirituellen Angeboten, zu Anfang des Schuljahres, zur Einschulung der 5-Klässler/innen, im Advent, zum Abitur und bei besonderen Anlässen
  • Begleitung der Orientierungstage in der Jg.11
  • Gedenkstättenarbeit durch Exkursionen nach Hadamar und Projekte zur Shoah
  • Gestaltung der Schule als Lebensraum durch Mitarbeit in verschiedenen Schulgremien, durch Ausstellungen, fächerübergreifende Projekte
  • Vernetzung im kirchlichen und gesellschaftlichen Umfeld durch Besuch der unterschiedlichen Gotteshäuser, Besuch des Hospizes sowie anderer diakonischer Einrichtungen oder auch Einladung von Mitarbeiter/innen kirchlicher Arbeitsfelder in den Unterricht

Das Schulpfarramt bildet die Schnittstelle von Schule und Kirche. Für den/die einzelne/n Schul-pfarrer/in bedeutet es eine große Herausforderung, Kirche im Raum der Schule zu vertreten, für die Kirche ist aber nicht minder wichtig, an den Erfahrungen und der Lebenswirklichkeit junger Menschen teilzuhaben und ihre religiöse Bildung zu begleiten, denn so fährt Luther fort:

‚…, Schulen erhalten die Kirchen.‘

Ruth Stein

Pfarrerin